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EF LUHL

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Geschichte einer Bestimmung

Seit seines ersten Klavierunterrichts im Alter von neun Jahren beginnt Lühl, seine ersten Noten zu komponieren. Bald füllen sich die Seiten seiner Kompositionshefte mit atemberaubender Geschwindigkeit. Der junge, noch unerfahrene Komponist schreibt ohne Unterlass und folgt seinem Instinkt, der sich nach und nach im Laufe seiner Studien festigt. Der französische Komponist Henri Sauguet wird ihm mit einem einzigen Satz bei der Entwicklung seines Stils ungemein behilflich sein: "Finde die Melodie, die in Dir wohnt."

Kurz darauf beginnt er sein Studium in Harmonilehre und Kontrapunkt mit Bernard de Crépy, mit dem er später eine enge Freundschaft knüpfen wird. Strukturanalyse fasziniert ihn ebenfalls und er vertieft sich in die Werke seiner Vorbilder.

Schnell merkt er, dass Musikbildung zur unumgehlichen Ausbildung eines jeden Musikers gehört, und er möchte mehr vom Leben seiner Idole erfahren: Brieffreundschaften, gesammelte Schriften, Memoiren, usw. dienen ihm fortan als Denkstoff für die Schöpfung seiner ganz persönlichen musikalischen Welt.

Seine Ästhetik ist von einer seit seinen ersten Kompositionsversuchen überaus tonalen Sprache geprägt, die er mit Überzeugung vertritt und sich energisch gegen jene Bewegung der "zeitgenössischen Musik" wehrt, die tonale Stilrichtungen nicht toleriert. Er stösst mit seiner "hörbaren" Musik im Clan der "Zeitgenossen" auf allgemeines, irrationales Unverständnis und muss anfangs ständig gegen herbe Kritik ankämpfen. Zum Glück stösst er beim Publikum auf einstimmiges Entgegenkommen. "Meine Zeit wird kommen", sagte er nur gelassen als Zwanzigjähriger. "Ich bin noch nicht alt genug, um mir den nötigen Respekt zu verschaffen." Und tatsächlich glätten sich die Wogen mit der Zeit und, selbst wenn die radikalen ästhetischen Gegensätze noch immer die Kommunikation zwischen diesen beiden Welten stört, gewinnt die unfehlbare Qualität seiner Arbeit and Achtung und Standfestigkeit.

 

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Sein Kompositions-Katalog ist seitdem stark angestiegen, selbst wenn er zweimal aus ästhetischen Gründen sein endgültiges Opus 1 verschieben musste, da seine kompositorischen Fähigkeiten mit der Zahl seiner Werke stieg und die ersten Opusnummern mit den neueren Werken qualitativ nicht mehr Schritt halten konnten. Heute, nach dem Opus 240, enthält sein Katalog 7 Symphonien, 3 Klavierkonzerte, eine Oper, ein Requiem, 140 Klavierwerke, und allerlei Kammermusik.

 

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Endlich findet sein Oeuvre seinen wohlverdienten Platz im Rahmen der internationalen Musikkritik, und trotz des angeblichen "Stilbruchs" mit seinen zeitgenössischen Kollegen erntet er nun langsam die Früchte seiner Bestimmung.

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